Der «Berner» Zigeunerbaron

Vom 4. bis 19. September 2020 wird im Sternensaal in Bümpliz die Operette «Der Zigeunerbaron» aufgeführt. Die Solisten, Musiker und die Leitung sind allesamt professionelle Künstlerinnern und Künstler. Der Chor besteht aus höchst begabten Amateuren aus Bern und Umgebung, was eine Produktion auf hohem künstlerischem Niveau erlaubt. Die Kombination von Profis und Laien ist eine Grundidee der BernerSommerOperette, die Produktion strebt diese Durchmischung bewusst an und fördert dadurch eine kulturelle Teilhabe und die damit verbundene Musikvermittlung.

Spieldaten in Bern: 4./ 5./ 6./ 9./ 11./ 12./ 13./ 16./ 19. September 2020
19.30 Uhr, Sonntags 16.00 Uhr

Aufführungsort: Sternensaal in Bümpliz, Bümplizstrasse 119, 3018 Bern

Spieldauer: ca. 2 ½ Stunden, 20 Min. Pause

Eintrittspreise: CHF 65 / mit Sichteinschränkung CHF 25
Kinder, Jugendliche und Studenten CHF 25

Handlung

«Der Zigeunerbaron» von Johann Strauss (Sohn) ist eine Operette in 3 Akten mit dem Text von Ignaz Schnitzer nach einer Erzählung von Maurus Jokai. Die Uraufführung fand am 24. Oktober 1885 im Theater an der Wien statt. Sandor Barinkay kehrt nach 25 Jahren Exil in seine Heimat Siebenbürgen zurück, um sein Erbe anzutreten. Mit Hilfe eines königlichen Kommissars möchte er seine Ansprüche gegen den Schweinezüchter Zsupan durchsetzen, der inzwischen die elterlichen Güter besetzt hat und sich als rechtmäßiger Eigentümer sieht. Im halb verfallenen Schloss der Barinkays hausen nun Zigeuner. Um Streit zu vermeiden und um an das ihm zustehende Erbe heran zu kommen, wirbt Sandor um Arsena, die Tochter des «Schweinefürsten». Diese weist ihn ab und verspottet ihn, er müsse wenigstens ein Baron sein. Czirpa, eine alte Zigeunerin, erkennt in Sandor den Sohn des früheren Besitzers und macht ihn mit den Zigeunern bekannt, die ihn gleich als Herrn anerkennen. Sandor seinerseits verliebt sich inzwischen in das junge Zigeunermädchen Saffi und feiert mit ihr eine rauschende Hochzeit, was der Beginn für weitere Verwicklungen ist. Denn Saffi ist kein wirkliches Zigeunermädchen, sondern die Tochter des ebenfalls vor 25 Jahren geflohenen türkischen Statthalters. Schliesslich werden Soldaten für den Krieg gegen Spanien rekrutiert und der «Zigeunerbaron» und der «Schweinefürst» ziehen in die Fremde…vorerst!

Komponist

Johann Strauss (Sohn)

Johann Strauss wurde am 25. Oktober 1825 in Wien als Sohn des gleichnamigen Vaters und der Mutter Anna (geborene Streim) geboren. Er starb am 3. Juni 1899 in Wien als weltberühmter Komponist, geliebt von den Massen und hochgeschätzt von den Kollegen.

Selten tritt der Sohn eines grossen Vaters so prominent aus dessen Schatten wie der jüngere Johann Strauss. Zwar ist der fulminante Schlusspunkt eines jeden Wiener Neujahrskonzerts, der Radetzky-Marsch, dem Vater (1804 – 1849) zu verdanken. Zum Walzerkönig ernannt wurde aber der Sohn, ein bemerkenswerter Komponist und Mensch. Er war ein Popstar seiner Epoche, dirigierte Riesenorchester in Amerika und verbrachte mehrere Sommer am Zarenhof. Auch wenn «Schani», wie er genannt wurde, «nur» der angeblich leichten Muse verpflichtet war, genoss er bei seinen Kollegen höchsten Respekt: Ob Brahms, Wagner oder Rossini – vor Johann Strauss Sohn neigten sie alle ihr Haupt.
Diese ungeteilte Begeisterung der grossen Komponisten kam nicht von ungefähr, denn leicht ist an der sogenannt «leichten» Muse gar nichts. Die Walzerwelt von Strauss ist musikalisch sehr anspruchsvoll, eine Herausforderung für jedes Orchester und jeden Dirigenten. Walzerweisen leicht und schmissig und, wie die Wiener sagen, etwas «schlampert» klingen zu lassen, ist grosse Kunst. Neben Walzern hat Johann Strauss (Sohn) Märsche, Quadrillen und Polkas geschrieben, gut fünfhundert an der Zahl. Dazu kommen unvergessene Operettenklassiker wie «Die Fledermaus», «Eine Nacht in Venedig» und eben «Der Zigeunerbaron».

Solistinnen und Solisten – Eine Auswahl

Wolf H. Latzel

Wolf H. Latzel

Graf Peter Homonay

Die Bühnenpräsenz von Wolf Latzel ist bemerkenswert; mit Stimme, Charme und Überzeugung füllt er seine Rollen aus und nimmt die Zuhörer flugs für sich ein. So geschehen in Strauss’ «Fledermaus», der zweiten Produktion der BernerSommerOperette im September 2018, in der Latzel die Rolle des Gabriel von Eisenstein sang. Der in Sachsen geborene, in Düsseldorf ausgebildete und nun in Bern lebende Opern- und Konzertsänger hatte unter anderem Engagements an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, an den Bühnen Wuppertal, am Allee-Theater Hamburg und am Festspielhaus Baden-Baden.
www.wolf-latzel.de

Erwin Hurni

Erwin Hurni

Conte Carnero

Erwin Hurni ist eine wahre Überraschungsbox; er tritt vermeintlich unscheinbar auf und vermag mit seiner Stimme, welche ein breites Repertoire an Ausdruck und Farben aufweist, sein Publikum von Beginn an zu überzeugen. Hurnis Ausbildung zum Sänger fand an der Hochschule der Künste in Bern und am Opernstudio Biel statt. 2006 debütierte er in Locarno. Seine Konzerttätigkeit führte ihn u.a. ins Casino Bern, die Tonhalle Zürich, in die Cityhall von Bangkok und in die St. Georges Church in Auckland. Hin und wieder geniesst er Ausflüge in die Welt des Pops und des Musicals. Der vielseitige Sänger ist auch als Gesangslehrer und Chorleiter tätig.
Michael Feyfar

Michael Feyfar

Sandor Barinkay

Michael Feyfars volle und klangschöne Stimme erlaubt ihm grosse lyrische Partien; und auch in der Höhe bleibt die Stimme leicht und beweglich. Feyfar wurde in Basel geboren und erhielt in der Knabenkantorei seine erste gesangliche Ausbildung. Sein Weg zum Sänger führte ihn nach Genf, Biel. Karlsruhe und Basel. Seine solistische Tätigkeit hat ihn an die grossen Festivals in ganz Europa gebracht (London, Weimar, München). Ob Lied, Kammermusik oder Opernbühne – Feyfar ist in seinem Element. Von 2013-16 war er Teil des Ensembles vom KonzertTheater Bern, worauf er in der «Opernwelt» zum Nachwuchssänger des Jahres nominiert wurde.
Ulrich S. Eggimann

Ulrich S. Eggimann

Kalman Zsupan

Ulrich S. Eggimann vermag stimmgewaltig und gleichzeitig mit trockenem, sprödem Witz seinen Rollen Kontur und Persönlichkeit zu verleihen. Seine Ausbildung als Sänger schloss er mit dem Operndiplom am Konservatorium und Musikhochschule Zürich ab. Es folgten Engagements an schweizerischen und ausländischen Bühnen (Theater Bern, Biel, Solothurn und Basel, Opernhaus Zürich, Theater Lübeck, Landestheater Linz und Oper von Avenches). Neben seiner Tätigkeit als Konzertsänger ist er u.a. Leiter des Vokalensembles VOC-E, Dozent für Gesang an der Pädagogischen Hochschule Bern und Regisseur und Autor der Emmentaler Liebhaberbühne.
www.eggimann-bariton.ch

Kathrin Hottiger

Kathrin Hottiger

Arsena

Kathrin Hottiger ist stets auf der Suche nach neuen Farben und Ausdrucksmöglichkeiten ihrer Stimme, welche sie facettenreich einsetzt. Die in Bern aufgewachsene Sopranistin schloss ihre Gesangsausbildung in Luzern mit Auszeichnung ab. Die talentierte Sängerin ist Preisträgerin des Migros-Kulturprozent 2017 und 2018 und gewann 2018 den 3. Preis beim renommierten internationalen Cesti-Wettbewerb für Barockoper in Innsbruck. Als gefragte Opern-, Konzert- und Kammermusiksängerin ist sie im In- und Ausland tätig. 2019 wurde sie zudem für eine Produktion in Moskau (RUS) verpflichtet. www.kathrinhottiger.ch

Rea Claudia Kost

Rea Claudia Kost

Mirabella

Rea Claudia Kosts reife und dennoch frische Stimme erzählt Geschichten, denen man nur zu gerne zuhört. In Zürich geboren und aufgewachsen, absolvierte Kost ihr Gesangsstudium am Amsterdamer Konservatorium mit Auszeichnung. 2006 erhielt Rea Claudia Kost den Studienpreis des Migros Kulturprozent. Die freischaffende Künstlerin ist in der Opernmusik, im Liedfach und in der Kammermusik zu Hause und im In- und Ausland tätig (Niederlanden, Belgien, Italien und Russland). Eine besondere Liebe hegt Rea Claudia Kost für schweizerische, deutsche und französische Chanson und musikalisch-literarische Programme.

Judith Lüpold

Judith Lüpold

Czipra

Die in Bern lebende Sängerin liebt die Opern- und Operettenbühne und umgekehrt: Nonchalante und mit viel Esprit singt und interpretiert sie ihre Rollen, die einem fest im Gedächtnis haften bleiben. Ihre Studien schloss sie an der Hochschule für Musik und Theater Bern und Biel ab. Zu Beginn ihrer Karriere vorwiegend im Bereich Tanztheater und Musical tätig, pflegt sie heute eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland. In Konzerthäusern wie dem KKL Luzern, der Tonhalle Zürich, am Vivaldifestival in Venedig oder Murten Classics ist sie gern gehörter Gast. Lüpold singt und spielt auf diversen Bühnen und ist seit 2013 als Gesangspädagogin tätig.
www.judithluepold.ch

Rebekka Maeder

Rebekka Maeder

Saffi

Rebekka Maeders klare, zeitlos elegante und dadurch ehrlich und direkte Stimme ist eine echte Bereicherung für jede Produktion. In Bern geboren und aufgewachsen arbeitet sie als freischaffende Opern- und Konzertsängerin im In- und Ausland. Maeder ist an verschiedenen Häusern u.a. in Köln, Darmstadt, Bern und Biel zu hören und macht immer wieder ‘Ausflüge’ an diverse Opern- und Operettenbühnen und Festivals. Zu ihren wichtigsten Partien zählen die Königin der Nacht (Die Zauberflöte), Donna Anna (Don Giovanni), Fiordiligi (Cosi fan tutte), Adina (L’elisir d’amore), Hanna Glawari (Die lustige Witwe) und Rosalinde (Die Fledermaus). www.rebekka-maeder.ch

Besetzung «Der Zigeunerbaron» der BernerSommerOperette

Graf Peter Homonay (Bariton) Wolf Latzel
Conte Carnero, königlicher Kommissär (Bariton) Erwin Hurni
Sandor Barinkay, ein junger Emigrant (Tenor) Michael Feyfar
Kalman Zsupan, ein reicher Schweinezüchter (Bass) Ulrich S. Eggimann
Arsena, seine Tochter (Sopran) Kathrin Hottiger
Mirabella, die Erzieherin (Mezzosopran) Rea Claudia Kost
Ottokar, ihr Sohn (Tenor) Fabian Meinen
Czipra, alte Zigeunerin (Alt) Judith Lüpold
Saffi, Zigeunermädchen (Sopran) Rebekka Maeder
Pali, Zigeuner (Bariton) Leon Moser
Chor und Orchester der BernerSommerOperette
 

Kreativteam

Musikalische Gesamtleitung Michael Kreis
Konzertmeister Javier López Sanz
Korrepetition Monika Nagy
Regie/ Bühnebild Simon Burkhalter
Regieassistenz  n.n.
Choreografie Martin Schurr
Kostümbild Renate Tschabold
Licht Mario Bösemann
Bühnenbau Dominik Flury
Hubert Marbacher
Grafik Rolf Brunner, René Müller
Kommunikation & Sponsoring Letizia Manetsch
Webseite Kathrin Ellenberger
 

Besetzung «Der Zigeunerbaron» der BernerSommerOperette

Graf Peter Homonay (Bariton), Wolf Latzel
Conte Carnero, königlicher Kommissär (Bariton) , Erwin Hurni
Sandor Barinkay, ein junger Emigrant (Tenor), Michael Feyfar
Kalman Zsupan, ein reicher Schweinezüchter (Bass), Ulrich S. Eggimann
Arsena, seine Tochter (Sopran), Kathrin Hottiger
Mirabella, die Erzieherin (Mezzosopran), Rea Claudia Kost
Ottokar, ihr Sohn (Tenor), Fabian Meinen
Czipra, alte Zigeunerin (Alt), Judith Lüpold
Saffi, Zigeunermädchen (Sopran), Rebekka Maeder
Pali, Zigeuner (Bariton), Leon Moser

Chor und Orchester der BernerSommerOperette

Kreativteam

Musikalische Gesamtleitung Michael Kreis
Konzertmeister Javier López Sanz
Korrepetition Monika Nagy

Regie/ Bühnebild Simon Burkhalter
Regieassistenz n.n.
Choreografie Martin Schurr
Kostümbild Renate Tschabold
Licht Mario Bösemann
Bühnenbau Dominik Flury,
Hubert Marbacher

Grafik René Müller, Rolf Brunner
Kommunikation & Medienarbeit Letizia Manetsch
Webseite Kathrin Ellenberger